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Auf die Bühne - Welt retten!

Die Fotos: 43 junge Menschen aus 9 Ländern arbeiten in ihren Ferien 3 Tage lang an einem gemeinsamen Ziel: Ein Theaterstück entstehen zu lassen.

Story by In Szene Gesetzt January 10th, 2017

Afghanistan, Eritrea, Syrien, Somalia, Angola, Rumänien, Polen, Deutschland, Georgien so lauten die Herkunftsländer der 43 TeilnehmerInnen des theaterspiel-Workshops „Auf die Bühne, Welt retten!“. Das wird aber schnell egal, als die Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 bis 26 Jahren ihr gemeinsames Ziel ins Auge nehmen: Ein Theaterstück auf die Beine stellen - und das in drei Tagen. Sprachbarrieren, Kultur- und Altersunterschiede, Geschlechterrollen, Religion und alles andere was Erwachsene oftmals auseinandertreibt wird zur Nebensache.

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Im täglichen Warm-Up lernt sich die Gruppe kennen und muss gemeinsam Aufgaben erfüllen, bevor es in die Gruppen geht. Hier entwickelten die jungen TheatermacherInnen dann entweder Texte und Szenen...

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...studieren Choreografien ein, ...

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...bauen eigenhändig Masken und Monster...

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...oder erfinden Geräusche und Töne. Am Ende wird aus den verschiedenen Arbeiten ein eigenes Stück zusammengesetzt. Viel Arbeit, also ran an den Speck.

Die große Pause startet um 13 Uhr. Hier treffen sich alle wieder zum gemeinsamen Mittagessen, dass uns die Wittener Ruhrtal-Engel vorbeibringen. Schnell tauscht man sich aus, was der oder die andere so macht. Helfen am Anfang noch ÜbersetzerInnen über Sprachprobleme hinweg, übernehmen nach der Pause schnell die MitspielerInnen selbst Vermittlungs – und Übersetzungsaufgaben. Am Ende des ersten Tages ist klar: Alle kommen wieder.

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Und bis auf zwei stehen am nächsten Tag wirklich alle fast pünktlich zum Aufwärmen bereit - trotz Ferienzeit. In den Einzelgruppen steigt langsam die Neugier, wie denn das Ganze am Ende zusammenpassen könnte. Großes Fragezeichen bei allen – bis nach dem Mittagessen. Da treffen sich alle vier Gruppen im großen Saal der Martin-Luther-Kirchengemeinde und führen ihre einzelnen Szenen, Choreographien, Monster und Sounds den anderen Gruppen vor. Stille unter den Zuschauenden – man hört das Klickern in den Köpfen, wo das gesamte Stück allmählich Form annimmt.

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So soll sie also morgen auf der Bühne aussehen, die Story rund um die beiden Königinnen, die nichts Besseres zu tun haben als aus Langeweile zu streiten und dadurch Erdbeben, Flutwellen und Stürme auslösen, was die Menschen in aller Welt plagt. Und wo ist die Lösung für den Streit? Am Ende der Welt. Genau dort beschließen kleine und große Geschwister sowie drei engagierte Haustiere dieser sinnlosen Streiterei ein Ende zu setzen. Dummerweise führt der Weg zum Königspalast durch den Monsterwald. Ein Riesenvogel, böse Zwerge in den Bergen, ein Hypnozauberer und der Steinmensch müssen bezwungen werden um schließlich ans Ziel zu gelangen. Okay soweit... Aber wie soll das alles bis zum Ende des dritten Tages sichtbar auf der Bühne passieren?

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Ganz einfach: Alle spucken in die Hände und proben auch am letzten Tag noch was das Zeug hielt. Nebenbei werden kleine Streits geschlichtet, ein umgeknickster Fuß verarztet, Rucksäcke verloren und wiedergefunden, Freundschaften geschlossen, Adressen getauscht, Flaschen verschüttet, Smartphones gerettet, ein riesengroßer Tanz geprobt und viele Menschen eingeladen. Denn auf das Ergebnis, das noch keiner so recht kennt, sind jetzt schon alle stolz.

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Und da Mütter, Väter, FreundInnen, Kinder, Geschwister, Omas und Opas, große und kleine neugierige BesucherInnen auf einen guten Platz hoffen, tauchen sie natürlich viel zu früh auf. Keine Zeit mehr für eine weitere Durchlaufprobe. Jetzt müssen sich alle zusammennehmen: Wo stehe ich wann? Achtung nicht auf die Monster treten! Ruhe hinter dem Vorhang! Los geht's…

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Es war wunderbar.

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Impressum.

Footnote: Fotos: Simon Jost.Text: Beate Albrecht.
Witten